PUBLIKATIONEN

Imgrund_Sonnenblumenblues-ebook-x.inddSonnenblumenblues, Stuttgart: red.sign media 2015
Wie ist es, den Tod derer vorauszusehen, die man am meisten liebt? Man hat keine Worte dafür, ein ganzes Leben lang. Man ahnt nur, dass man darüber das Lächeln der Sonnenblumen vergessen kann …
Luna ist alt, und sie stirbt. Doch sie kann nicht gehen, ehe nicht ihre Geschichte erzählt ist – von Anfang bis Ende. Ihre Enkelin Lucy, die bei ihr wacht, erreicht sie nicht mehr, dort, wo Luna schon ist. Aber Lucy weiß, dass dies der Ort und die Zeit sind, sich zu erinnern. Und so beginnt auch sie im Gedächtnis ihrer Familie zu kramen, in dem viel Aberglauben und Angst nistet, aber auch viel Liebe. Und schließlich sogar eine Antwort auf die Frage, wer sie selbst ist.

„Dies ist unsere Geschichte. Es ist eine Geschichte der Frauen, nicht der Männer. Wo Frauen mit dem zweiten Gesicht geboren werden, haben jene keine Macht. Denn die Gabe ist eine Bürde. Kein leichtes Geschenk, nicht für Männerschultern gemacht. Sie will verdient sein, geehrt und klug bedacht. Nicht jedes Geschlecht ist für diese Kunst geschaffen. Stark muss man sein, es auszuhalten, und umsichtig genug, zu verschweigen, was zu früh enthüllt schadet. So wurden wir zur Familie der Frauen. Keine von uns hat es gewollt. Wir haben es nur ertragen. Es war unser Fluch. Unser Segen. Wer weiß das schon …“

FreakOut. Eine Wahnsinnsgeschichte, Stuttgart: red.sign media 2014
Eine Journalistin quartiert sich in Sankt Georg ein. Ihr Auftrag: eine Reportage über das Institut zu schreiben, das hoffnungslose psychiatrische Grenzfälle betreut. Vera wird einer Gruppe von Patienten zugewiesen, deren Alltag sie zwei Wochen lang teilen soll – und nach anfänglicher Skepsis freundet sie sich schließlich mit der magersüchtigen Ylvi und den anderen „Freaks“ an. Doch je wohler sich Vera in Sankt Georg fühlt, desto verstörender werden die Begegnungen mit dem rätselhaften roten Drachen: Er erscheint ihr immer und immer wieder – so lange, bis sie zu ahnen beginnt, dass es noch einen Grund geben muss, warum sie hier ist.

„Ein Roman, der einen auch lange nach dem Lesen nicht loslässt. Der es versteht, dunkle Kammern im Inneren des Lesers zu öffnen, von denen man glaubt – und hofft –, dass sie gar nicht da sind. Tragisch, authentisch, berührend, aufwühlend. Und am Ende mit der Erkenntnis, wie schmal der Grat ist, auf dem wir täglich wandeln.“
Tanya Carpenter, Literaturportal LITERRA

WildWoman_Cover.wsWild Woman. Die Fremde in mir, Stuttgart: red.sign media 2014
Es sind nicht immer die großen Umwälzungen, die dem Leben eine andere Richtung geben. Manchmal reicht eine Reise, um sich völlig neue Horizonte zu erschließen.
Barbara Imgrund hat es gern wohlgeordnet, komfortabel und sicher. Ihr Leben verläuft in ruhigen, aber auch ein bisschen langweiligen Bahnen. Bis plötzlich ihre Begeisterung für Raubkatzen zu neuem Leben erwacht …
Ihren Urlaub verbringt sie als Volontärin auf einer namibischen Farm. Dort ist das Leben weder wohlgeordnet noch komfortabel noch sicher. Sie zerlegt blutiges Futterfleisch für die Raubtiere, teilt ihr Bett mit einem Pavianbaby und macht Bekanntschaft mit großen Spinnen sowie giftigen Schlangen. Immer wieder ist sie gezwungen, über ihren Schatten zu springen – und stellt mit Verwunderung fest, dass sie es kann. Im Umgang mit den Tieren und in der Begegnung mit dem weiten Land lernt sie ein ganz neues, ihr wahres Ich kennen.
Ein Buch über die Faszination der Wildnis und die inspirierende Kraft des Reisens.

„Was sie auf ihrer Reise erlebt, beschreibt Imgrund in einer klaren, authentischen Sprache, bildreich und mit einer guten Portion Humor. Sie gewährt dem Leser Sichtweisen auf das Leben auf der namibischen Farm, aber auch spannende Einblicke in ihr Innenleben. Dabei lernt sie, wie recht Nelson Mandela hatte, als er sagte: ‚Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern der Triumph darüber.‘ Denn ihre Geschichte handelt auch von einem Menschen, der erst viele Kilometer fort von zu Hause lernt, über seinen Schatten zu springen und Risiken einzugehen. Der seine eigene Wildheit entdeckt und sich darum bemühen lernt, seine Wünsche zu realisieren.“
Allgemeine Zeitung, Windhuk, 2. April 2015