Der Gepard

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Ich bin ein Geist. Gelb, gefleckt suche ich dich.
Ich bin der Wind, der durchs Buschgras streicht,
bin ein Traum, der nachts um dein Feuer schleicht.
Und ein mächtiger Wille erdachte mich.

Ich bin ein Raunen aus alter Zeit.
Hörst du nicht, wie ich vom Stirb und Werde
erzähle und singe vom Klagen der Erde?
Ich bin es, der tief in dir lautlos schreit.

Dies ist mein Land. Ich war vor dir hier.
Dies ist dein Land. Ich schenke es dir
unter schwarzen Tränen. Es ist dein Erbe.

Du lebst mit mir, und du stirbst, wenn ich sterbe.
Hüte es, hege es. Für mich und für dich.
Und dann sei wild, stark und frei. Wie ich.

 

Ich verabschiede mich in die dreiwöchige Sommerpause nach Namibia – von wo ich hoffentlich mit spannenden Geschichten zurückkehre, die demnächst an dieser Stelle nachzulesen sein werden. Ihnen allen einen schönen Sommer und bis bald!